AG: Prähospitale Thrombolyse

Beschlusslage vom 29.09.2003:

Der AK ÄLRD hält es aus medizinischer Sicht für erforderlich auf jedem arztbesetzten Rettungsmittel ein Thrombolytikum mitzuführen. Gleichzeitig sind geeignete Qualitätssicherungsmaßnahmen zu etablieren, um einen medizinisch und wirtschaftlich sachgerechten Umgang mit dieser Therapieoption zu gewährleisten. Ergänzende Empfehlungen zur Durchführung, werden durch den AK ÄLRD erarbeitet.”

Die AG ist dann mit Beschluss vom 29.09.2003 eingerichtet worden

Mitglieder der AG:

Wolfgang Hagemann

Daniel Kersten

Hans Lemke

Wolfgang Lenz

Frank Marx

Reinhold Merbs

Udo Schniedermeier

Sitzung der Arbeitsgruppe am 01.03.2004 in Wetzlar

Die Arbeitsgruppe hat eine zweiseitige Stellungnahme zu unserem Grundsatzbeschluss abgestimmt. Dieser Stellungnahme des Arbeitskreises ÄLRD Deutschland, die allen Mitgliedern jetzt zur Verfügung steht (Download) kann bis zum 15.03.2004 noch kommentiert werden und steht ab sofort zur Verwendung für uns alle zur Verfügung. Diese Stellungnahme wird über unseren Sprecher an alle Printmedien und Institutionen, wie im Vorfeld abgestimmt herausgehen.

Ergänzt wird diese Stellungnahme durch eine “Erläuterung zur Stellungnahme der ÄLRD Deutschland, die derzeit innerhalb der Arbeitsgruppe noch in kleinen Details abgestimmt wird. Diese Erläuterung wird als Publikation, wahrscheinlich im “Der Notarzt” erscheinen.

Damit hat die Arbeitsgruppe ihren Auftrag vorerst erfüllt. Eine fortlaufende Integration des sich wandelnden medizinischen Wissens gerade in diesem Bereich, insbesondere auch die anhaltende Diskussion um die Refinanzierung der Lyse, machen ein Fortbestehen des Gremiums erforderlich. Insbesondere auch als Ansprechpartner für unsere Mitglieder.      

Weitere Info´s:

Am Montag, den 08.03.2004 um 21:05 Uhr kam im ARD Magazin Report ein kritischer Beitrag zum Thema Lyse im Rettungsdienst.

Ausgehend von einer optimalen, leitlinienkonformen Versorgungsstrategie der Herzinfarktpatienten im Netzwerk Herzinfarkt des Wetteraukreises (durchschnittlich 73 Minuten ab ersten Arztkontakt bis Katheterintervention) wird auf die Problematik der nicht mehr transportfähigen Patienten, die ohne Lyse keine Chance haben hingewiesen. Überlebende werden vorgestellt. Gleichzeitig wird die immer noch nicht geklärte Refinanzierung durch die Kostenträger gezeigt und das die Leistungserbringer auf dem Klageweg jetzt dagegen vorgehen müssen. Prof. Hamm, Vorsitzender der Leitlinienkommission Herzinfarkt der Deutschen Kardiologischen Gesellschaft bestätigt unser leitlinienkonformes Vorgehen, insbesondere auch die Vorhaltung der Lyse für die oben beschriebenen Patienten (europäische und deutsche Leitlinien). Ergänzende Statements von Prof. Arntz, Berlin und Böttiger, Heidelberg. Die Kostenträger werden mit dieser Situation konfrontiert und um Stellungnahme gebeten.

Der Beitrag im Orginal-Text.

Wer den Beitrag als CD, DVD oder Mediaplayer Format haben möchte, bitte an die Dr. Merbs wenden.

 

Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 101, Heft 11 vom 12.03.2004, Seite A692: Rettungsdienst: Fibrinolytika als Mindestausstattung - Die leitliniengerechte Therapie des ST-Hebungsinfarktes ist auch zeitgerecht in einem Flächenlandkreis umzusetzen.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat die Leitlinien zur Therapie des Akuten Koronarsyndroms (ACS), Teil 2 mit ST Hebung jetzt veröffentlicht. Diese Leitlinie und viele wichtige Informatioen als download unter: www.dgk.org

Unsere Forderung für die Mindestausstattung der notarztbesetzten Rettungsmittel wird jetzt auf breiter Front unterstützt. Siehe Seite 6: “..Es ist daher notwendig, dass notarztbesetzte Rettungsmittel die Möglichkeit zur Lysetherapie vorhalten (I-C)...” Ebenfalls ist die Stufenempfehlung zur Therapie beim akuten Herzinfarkt mit deutlichen Implikationen für uns verbunden. (Seite 27, Tabelle 3)

Ergebnisdarstellung zur Prähospitalen Lyse im Landkreis Sömerda.

 

Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Deutschland e.V.

German Association of Emergency Medical Directors

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